Orphanbiotec heisst der Preisträger des ersten Social Entrepreneurship Start-up
Award 2011 und gewinnt damit die Preissumme von 10’000.-. Die junge Firma
entwickelt mit einem hybriden Geschäftsmodell Medikamente für seltene
Krankheiten, da diese von der Pharmaindustrie vernachlässigt werden.
Geschäftsgründungen mit einem finanziellen UND einem sozialen bzw. ökologischen
Ziel sind ein neues Phänomen. Social Entrepreneurship (SE) nennt sich dieser
Ansatz. Die Förderinitiative SEI unterstützt solche Teams in der Gründungsphase
und führte erstmals einen Wettbewerb durch.
22 angehende Social Entrepreneurs haben sich mit einem Businessplan für die
Preisausschreibung beworben. Die fünf Finalisten machen die Bandbreite von Social
Entrepreneurs deutlich. Der Suva Sonderpreis zum Thema Integration ging an Die
Sozialfirma im Zürcher Oberland. Diese gemeinnützige AG bietet Dauerarbeitsplätze für
leistungsbeeinträchtige Menschen ohne IV-Rente in den Geschäftsfeldern
Unterhaltsreinigung und Umgebungsarbeiten. EUforIA wurde von Hub Zürich mit einem
weiteren Spezialpreis ausgezeichnet. Dieses Start-up bietet interaktive und wirkungsvolle
Veranstaltungen von Jugendlichen für Jugendliche zur lokalen Lösung von globalen
Problemen.
An der gut besuchten Wettbewerbsveranstaltung in den Montagehallen der Freitag AG
präsentierten weitere Finalisten ihre Businessidee. Junge Frauen, welche vor dem
Abschluss einer Erstausbildung schwanger geworden sind, werden von AMIE beim
Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt. Der 5. Finalist, Urban Farmers, ist ein
Spin-off der Hochschule Wädenswil, und entwickelt und betreibt ein städtisches
Anbausystem auf den Hausdächern. Fisch und Gemüse werden als gesunde und
nachhaltige Produkte mittels des „Aquaponics“ Systems im lokalen Umfeld verkauft.
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